Posts

Drei Stile - eine Meldung - Nr. 3

Der Mann lief durch den Park, um zu seiner Freundin zu kommen. Das Gras leuchtete blau in der Sonne. Die Frühlingsdüfte lärmten in seinen Ohren, sogar das Vogelgezwitscher roch anders. Da erschien vor ihm ein Kamel. Es schnappte nach seinem Ärmel, doch er hatte Glück, es war seine dritte, unsichtbare Hand, die es erwischte. Diese war schmerzunempfindlich. Vor ihm blähte sich das Kamel auf und wurde größer und größer, dann aber schrumpfte es wieder zusammen, es zog sich in die Länge wie ein Kaugummi, wurde dünner und verschwand durch ein Nadelöhr. Der Mann steckte sich die Nadel an sein Revers, er wollte sie seiner Freundin mitbringen.

Drei Stile - eine Meldung Nr. 2

Stefan war auf dem Weg zu seiner Herzensdame. Er hatte sein Tagwerk für heute vollbracht. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten. Es wurde Frühling. Die Luft roch bereits nach neuem, frischen Grün. Sein Herz schlug schnell als er die Abkürzung durch den Park nahm. Die Krokusse leuchteten gelb und orange. Er begann ein kleines Liedchen zu pfeifen. Er dachte an Susann. Gleich würde er sie fest in seine Arme schließen, seine Lippen auf ihre weichen Lippen pressen. Da drang ein beißender Geruch in seine Nase. Wie in einem Stall. Erschrocken blieb er stehen. Ein Kamel sah ihn aus mit langen Wimpern verhangenem Blick an. Doch schon kam es bedrohlich auf ihn zu. Es öffnete die wulstigen Lippen am Maul und biss ihm in den Arm. Glücklicherweise hatte er noch eine mollige Jacke an und so blieb sein Arm fast unverletzt. Doch das Kamel setzte elegant mit einer seiner Schwielensohlen auf Stefans Fuß auf und drehte sich dann um. Stefan reagierte sofort und versuchte, sich so schnell wie möglich ...

Eine Meldung - und drei Geschichten in drei Stilen - Nr. 1

Am Mittwoch um 16:07 überquerte Stefan die Straße, um wie jeden Nachmittag seine Freundin von der Arbeit im Kindergarten abzuholen. Er lief durch eine kleine Parkanlage, um den Weg abzukürzen. Er stand plötzlich einem Kamel gegenüber. Er erschrak und wich einen Schritt zurück. Das Kamel kam sofort auf ihn zu und packte mit seiner Schnauze einen Jackenärmel. Es trat Stefan auf den Fuß. Er hatte nur Stoffturnschuhe an. Er versuchte sich loszureißen und als ihm das gelang humpelte er so schnell wie möglich vom Kamel weg. Das Kamel versetzte Stefan noch zwei, drei Tritte, dann war er außer Reichweite. Das Tier war aus einem Wanderzirkus ausgebrochen und wurde dann von zwei Zirkusmitarbeitern wieder eingefangen.

Sachsenhausen und die Weihnachtsbäume

Bild
Lokalbahnhof, Freitag, 13. Juli 2012, 17:00 Uhr   Schon wieder entdeckte ich in Sachsenhausen eine weggeworfenen Weihnachtsbaum. Was ist da nur los?              

Rolltreppe Lokalbahnhof

Mich nervt die Rolltreppe am Lokalbahnhof. Morgens läuft sie sehr selten. Deshalb werde ich jetzt dokumentieren, wann sie eigentlich geht. 22. August 2012 20. August 2012 17. August 2012 16. August 2012 15. August 2012 und dann war ich im Urlaub 02. August 2012 01. August 2012 31. Juli 2012 30. Juli 2012 27. Juli 2012 26. Juli 2012 25. Juli 2012 24. Juli 2012 24.07.2012 Vergangene Woche habe ich einen Techniker an der Rolltreppe gesehen und seit diesem Tag lief die Rolltreppe jeden Morgen. Ob das anhält? Ich weiß es noch nicht. Vielleicht ist aber auch nur derjenige, der sie aus irgendwelchen Gründen jeden Morgen anhält im Urlaub oder oder oder... 23. Juli 2012 20. Juli 2012 19. Juli 2012 18. Juli 2012 11. Juli 2012 29. Juni 2012 26. Juni 2012 15. Juni 2012 13. Juni 2012

Morgens in Sachsenhausen

Es ist anstrengend am Morgen durch die Siemensstraße zu laufen. So viele Autos. Deswegen ist es angenehmer, sich Kopfhörer einzustöpseln und sich aus der äußeren Welt zurückzuziehen. So laufe ich auf die Bushaltestelle zu. Ein Mann, eine Frau mit Cowboyhut und eine Mutter mit Kind warten dort. Plötzlich beginnen die Frauen ihren Kopf zu schütteln. Fast synchron stehen sie an der Bushaltestelle und schütteln den Kopf, auch das Kind der Frau schüttelt seinen Kopf. "Was machen die?", frage ich mich. Sie haben nicht miteinander gesprochen. Da sehe ich, wie der Bus an mir vorbeifährt, hin zur Bushaltestelle. Niemand steigt ein.

Fundstücke

Bild
Ja, es ist Zeit, den Weihnachtsbaum aus der Wohnung zu werfen. Siemensstraße, Frankfurt Sachsenhausen, 29. Mai 2012