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Musikalischer Adventskalender

Von einem Freund habe ich einen musikalischen Adventskalender bekommen. Jeden Tag ein Musikstück. Er hat sich viel Mühe gemacht und manche Lieder bearbeitet. Es hat Spaß gemacht, mit den vielen verschiedenen Liedern durch die Adventszeit zu gehen. Es war schön, mal wieder Fish zu hören, Gary Moore. The Motors mit "Metropolis" haben mir auch gut im Kalender gefallen und ein Knaller war William Shatner (feat. Edgar Froese) mit dem Pink Floyd Cover "Learning To Fly". Aber mein Liebelingstürchen war das allererste, "December" von All About Eve, das habe ich während der Adventszeit immer wieder gehört. Ein Wermutstropfen jedoch: Einmal wieder war mein ultimatives Winterlieblingslied nicht dabei. "Don't Eat The Yellow Snow" von Frank Zappa. Aber es kommt ja ein wieder ein Advent.

Haiku

Letzte Blätter fallen Der Wind zerzaust Haare Schneeluft

Advent

Natürlich kommt er jedes Jahr im Dezember, manchmal sogar noch ein paar Tage früher. Trotzdem bin ich immer schlecht vorbereitet oder nie gut genug. Eine fiese kleine Adventsgeschichte kann doch nicht so schwer sein. Ich schaffe das auch, doch dann bin ich in zu friedlicher Stimmung. Also höre ich die Pogues mit dem Fairytale of New York und ich lese gleich noch Loriots Adventsgedicht. Ich denke an den schaurigen, unglaublich spannenden Krimi von Johan Theorin, Nebelsturm, den ich zwar schon vor einem Jahr gelesen habe, aber der mich immer noch fasziniert. Ich lege mich auf das Sofa und schmökere im Geisterfjord von Yrsa Sigurdardottir und hoffe, dass ich mich genauso grusele wie beim Nebelsturm. Neulich habe ich einen Mann gesehen, der aus dem Sperrmüll ein Kissen mitgenommen hatte, eigentlich ein Sack. Der Mann mit einem langen grauen Bart, abgeschabten Parka, schleppte sich gebeugt den Gehsteig entlang und aus dem Kissen rieselte langsam und stetig das Füllmaterial heraus. Ich kon...

Das Herz - Teil 2

Philomena hingegen setzte unbehelligt ihre Wanderung fort. Der Weg führte sie den Berg hinauf. Weiter oben konnte sie einen Höhleneingang erkennen. Da wusste sie es. Dorthin musste sie, das ist das Ziel. Doch auf einmal hörte sie hinter sich Hunde bellen. Sie kamen immer näher. Philomena konnte über sich die Höhle sehen, das Ziel in Augennähe, doch die Hunde rückten näher. "Die laufen schneller als ich. Das ist mein Ende, zum Weglaufen ist es zu spät", sie blickte auf ihre Finger, dazwischen hatte sie noch den Stofffetzen aus der Jacke des Mannes. Sie schüttelte ihn ab. Traurig blieb Philomena stehen. So wollte sie die Hunde erwarten, deren Gebell immer lauter und wütender zu ihr schallte. Da erhoben sich dichte Stoffbahnen von der Erde und hüllten sie ein, es wurde dunkel. Nur von oben fiel das Licht auf sie. Die Hunde bellten immer aggressiver, doch der dicke Stoff schützte sie, dumpf klang das Gebell der Hunde. Die Hunde ließen jedoch nicht ab. Aber Philomena hatte sich et...

Das Herz - Teil 1

In einem Land nicht allzu weit entfernt, schloss Philomena ihre Haustüre hinter sich. Sie schaute nicht zurück. Sie war bereits weit fort in ihren Gedanken und bald würde sie es auch tatsächlich sein. „Finde Dein Selbst!“ die Stimme in ihrem Schädel trieb sie zur Eile. Bald summte sie den Satz als Melodie, als Mantra vor sich hin. Sie war bereits weit gekommen, als ihr plötzlich die Veränderung auffiel. Sie sah auf, der strahlende Morgen, in dem sie ihre Wanderschaft begonnen hatte, war einem rötlichen Schimmer gewichen, hell zwar, doch fremd. Jetzt fielen ihr auch Felsen auf, die ihren Weg erst als Steine begleiteten, doch nun immer größer und größer geworden waren und den Weg verengten, bis sich in der Ferne ein Berg auftat. Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein Mensch vor ihr, ein Mensch aus Fleisch und Blut. Seit Beginn ihrer Wanderung hatte sie weder Mensch noch Tier gesehen. Sie wich zurück. Aber auch der Mensch vor ihr stockte. "Wer bist Du?" stammelte er verwirrt....

Heldin und Haiku

Zur Zeit bin ich auf meine Heldin nicht ganz so gut zu sprechen. Sie ist ja ein großer Haiku-Fan und ich bin leider Anfängerin. Da haben wir so unsere Differenzen. Mein Favorit: Ein Vogel zwitschert, die Autos rasen vorbei - Straßenheckenduft Doch meine Heldin findet den hier gut: Ginkgoblätter fallen Nebel zieht über den Teich Novembermorgen

Der Beginn

Das ist wohl immer das Schwierigste, wie fange ich an. Aber mit leeren Blättern kenne ich mich aus. Das bleiben sie schließlich nicht lange. Für mich ist wichtig, einfach loszulegen und wie bei einer Meditation einen Buchstaben nach dem anderen zu schreiben, der dann - tatsächlich - ein Wort ergibt und die Wörter einen Satz und die Sätze einen Absatz und die Absätze ein Blog oder eine Geschichte, vielleicht sogar einen Roman.