Advent
Natürlich kommt er jedes Jahr im Dezember, manchmal sogar noch ein paar Tage früher. Trotzdem bin ich immer schlecht vorbereitet oder nie gut genug. Eine fiese kleine Adventsgeschichte kann doch nicht so schwer sein. Ich schaffe das auch, doch dann bin ich in zu friedlicher Stimmung. Also höre ich die Pogues mit dem Fairytale of New York und ich lese gleich noch Loriots Adventsgedicht. Ich denke an den schaurigen, unglaublich spannenden Krimi von Johan Theorin, Nebelsturm, den ich zwar schon vor einem Jahr gelesen habe, aber der mich immer noch fasziniert. Ich lege mich auf das Sofa und schmökere im Geisterfjord von Yrsa Sigurdardottir und hoffe, dass ich mich genauso grusele wie beim Nebelsturm.
Neulich habe ich einen Mann gesehen, der aus dem Sperrmüll ein Kissen mitgenommen hatte, eigentlich ein Sack. Der Mann mit einem langen grauen Bart, abgeschabten Parka, schleppte sich gebeugt den Gehsteig entlang und aus dem Kissen rieselte langsam und stetig das Füllmaterial heraus. Ich konnte genau den Weg verfolgen, den er genommen hatte. Ich musste an Hänsel und Gretel, aber auch an Frau Holle denken.
Aber alles in allem ist's Advent.
Neulich habe ich einen Mann gesehen, der aus dem Sperrmüll ein Kissen mitgenommen hatte, eigentlich ein Sack. Der Mann mit einem langen grauen Bart, abgeschabten Parka, schleppte sich gebeugt den Gehsteig entlang und aus dem Kissen rieselte langsam und stetig das Füllmaterial heraus. Ich konnte genau den Weg verfolgen, den er genommen hatte. Ich musste an Hänsel und Gretel, aber auch an Frau Holle denken.
Aber alles in allem ist's Advent.