S-Bahn-Störung

Heute in der S-Bahn, um 8 Uhr morgens von der Konstablerwache in Richtung Frankfurt Süd, Station Lokalbahnhof.
Die S-Bahn hält. Die Türen werden nicht freigegeben. Im Zug die üblichen Pendler auf dem Weg zur Arbeit. Erst verdutzt, dann wartend, wann leuchtet es grün und man kann die Türen öffen? Gar nicht. Denn die S-Bahn fährt weiter, nächste Station Südbahnhof und Endstation.

So etwas will ich nicht so einfach hinnehmen. Nicht mal eine Entschuldigung des Lokführers. Die Mitreisenden eilen zum nächsten Bahnsteig, um die Bahn zurück zum Lokalbahnhof zu nehmen. Ich stelle den Lokführer als er aus seiner Fahrerkabine kommt und frage ihn, was das denn soll, erst die Türen nicht freigeben und dann keine Entschuldigung und keine Erklärung. Der Lokführer zu mir: "Sie sind doch in fünf Minuten wieder dort, wo sie ihn wollten!"
Was fällt einem in einem solchen Moment ein? Mir leider nur, dass das ja nicht der Punkt sei. Und so diskutiere ich noch ein wenig auf dem Weg Rolltreppe mit dem mich durch seine Unverschämtheit fast sprachlos machenden Lokführer, der mir nun auch noch erklärt, dass es für solche Fälle (!) (wie oft mag das wohl vorkommen?) einen Knopf gibt, mit dem man den Fahrer rufen kann und, nachdem ich nicht so richtig locker lasse, auch noch behauptet, er hätte "alle Knöpfe" gedrückt. (Vielleicht waren es ja doch ein paar zu viel.)

Während wir noch sprechen, steht eine Frau, die ebenfalls am Lokalbahnhof aussteigen wollte und sich nicht auskannte vor uns und fragt den Lokführer, ob diese Bahn (nun mit Schriftzug S 5 Friedrichsdorf) wieder zurückfahre Richtung Lokalbahnhof. Der Lokführer gibt das zu. Als die Frau ihn fragt, ob dann auch die Türen aufgingen, antwortete er: "Für die anderen Fahrgäste schon, für Sie nicht!" (Er hat die Frau immerhin gesiezt.)

Ich wollte nicht weiter zuhören, weil ich mich sonst noch zu etwas hätte hinreißen lassen müssen. Ich ging also.

Eigentlich wäre es fast eine lustige Anekdote gewesen: De Bahn öffnet an einer Station im Nahverkehr die Türen nicht und fährt nach einem kurzen Stop einfach weiter. Ein wenig ärgerlich, aber eben eine Anekdote, ein Fehler, der mal passieren kann und dann eigentlich auch noch ganz witzig ist. Doch die Reaktion des Lokführers. Sorry, Bahn, der Beschwerdebrief ist unterwegs!

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