Posts

Am Morgen

Meine U-Bahn fällt aus und ich muss fast 10 Minuten auf die nächste warten. Also erst einmal hinsetzen und lesen. Dazu muss ich zunächst der Frau am Ende der Bank, die auch ihrer Handtasche einen eigenen Sitzplatz gönnt, klarmachen, dass ich mich setzen möchte.  Nun werde ich auf der linken Seite durch die Musik der Frau beschallt, die ihre billigen Kopfhörer im Smartphone stecken hat. Keine ordentlichen In-Ears oder geschlossene Kopfhörer von Mitmenschen sind rund um das Bahnfahren die Pest. Auf der rechten Seite husten und schniefen gleich zwei Frauen um die Wette. Die Frau zwei Plätze weiter gewinnt, denn was sie so in ihrer Nase hochrüsselt, klingt wie in einem Schweinekoben. Es hilft nichts, auch mein smartes Telefon muss mir helfen, mich in die Wohlfühloase zu bringen, selbstverständlich habe ich hochwertige Ohrhörer, die nur meine Gehörgänge und nicht meine Mitmenschen beschallen. Es klappt, denn sofort legt sich Chunga's Revenge auf meine Ohren. Eines meiner ulti...

Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau

Jetzt habe ich mir mal wieder bis zum Ende ein Buch angetan, von dem ich nicht weiß, warum ich es tatsächlich komplett gelesen habe. Das passiert mir eigentlich in letzter Zeit gar nicht mehr so häufig. Wenn es nichts gibt, was mich begeistert, dann höre ich auf. Das habe ich mich früher fast nie getraut. Dabei wusste ich gar nicht so recht warum. Vielleicht weil ich die Hoffnung hatte, dass es doch noch etwas geben könnte, später im Buch, was es lohnenswert macht. Meistens war das nicht der Fall. Bei diesem Buch, das vorne auf dem Titel von einer Kritikerin stehen hatte, "unglaublich komisch, verführerisch, witzig und romantisch", trifft nichts von diesen Adjektiven zu. Es ist ganz nett geschrieben, aber es war nicht witzig und auch nicht verführerisch (wobei ich nicht weiß, was das bedeuten soll, verführerisch, um es weiterlesen zu wollen, um sich in jemanden zu verlieben?). Es war vorhersehbar und für mich wirklich schlimmste: Es gab zwei Ich-Erzähler, die Heldin und de...

Radfahren

Ich will nicht immer tolerant sein. Mich nerven Radfahrer. Vielleicht gibt es welche, die sich korrekt und nicht nervig verhalten, aber das sind wahrscheinlich so wenig oder man trifft sie nicht, weil sie sich korrekt verhalten. Ich habe genug von Radfahrern, die aus Angst vor den Autofahrern nicht auf der Straße, sondern auf dem Bürgersteig rasen und die dann auch noch klingeln und dadurch nötigen, auf die Seite zu gehen. Auf einem Gehsteig ohne Radweg wurde ich hintereinander von zwei Radfahrern angeklingelt, die an mir vorbei wollten. Ich habe so wütend hinter denen hergebrüllt, dass sich die dritte Radlerin dahinter nicht mehr an mir vorbeigetraut hat und dann stattdessen gegen die Fahrtrichtung die dreispurige Straße genommen hat, um an mir vorbeizukommen. Neulich hätte mich am Bahnsteig einer unterirdischen S-Bahn-Station fast ein Fahrradfahrer angefahren, als ich gerade zur Tür der haltenden S-Bahn laufen wollte. Ich konnte gerade noch stoppen. Radfahrer quetschen sich in ...

Poesie mit Googlesuche

poesie aus leidenschaft frühling soll es sein wenn die sonne fehlt regen muss auch sein obwohl diese seite verschlüsselt ist sind lügen wie honig im tee obwohl es uns jeden tag besser geht kommt wahrheit ans licht

S-Bahn-Störung

Heute in der S-Bahn, um 8 Uhr morgens von der Konstablerwache in Richtung Frankfurt Süd, Station Lokalbahnhof. Die S-Bahn hält. Die Türen werden nicht freigegeben. Im Zug die üblichen Pendler auf dem Weg zur Arbeit. Erst verdutzt, dann wartend, wann leuchtet es grün und man kann die Türen öffen? Gar nicht. Denn die S-Bahn fährt weiter, nächste Station Südbahnhof und Endstation. So etwas will ich nicht so einfach hinnehmen. Nicht mal eine Entschuldigung des Lokführers. Die Mitreisenden eilen zum nächsten Bahnsteig, um die Bahn zurück zum Lokalbahnhof zu nehmen. Ich stelle den Lokführer als er aus seiner Fahrerkabine kommt und frage ihn, was das denn soll, erst die Türen nicht freigeben und dann keine Entschuldigung und keine Erklärung. Der Lokführer zu mir: "Sie sind doch in fünf Minuten wieder dort, wo sie ihn wollten!" Was fällt einem in einem solchen Moment ein? Mir leider nur, dass das ja nicht der Punkt sei. Und so diskutiere ich noch ein wenig auf dem Weg Rolltreppe ...
Bild
Das ist der Frühling im Palmengarten!

Fundstücke

Bild
Der Kleine hat mir leid getan, aber er grinst noch. Trotzdem habe ich ihn nicht gerettet, nur mit dem Foto!