Geschichten aus dem Untergrund

Heute morgen kam mir in der S-Bahn-Station ein Mann entgegen, sah aus, wie man sich so die "Alt-68er" vorstellt. Groß, Dreitagebart. In der Hand hielt er einen sauberen Becher von Starbucks. Er ging auf eine kräftige, etwa fünfzigjährige Frau zu und meinte mit sonorer Stimme, im lockeren Tonfall, wie Udo Lindenberg, nur nicht ganz so nasal: "Hey, Lady, haste mal'n bisschen Kleingeld!?" Das "Hey, Lady!" hat mich fasziniert und es ist blöd, dass ich es hier nur schreiben kann. Aber ich habe es versucht. Mir fällt dazu Dylans Lay Lady Lay ein, das ist auch cool.

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