Zombies in der U-Bahn
Am Freitag war ich ein wenig aus der Zeit gefallen. Ich hatte einen Termin und war eine halbe Stunde später dran als üblich.
Die U-Bahn war voll, ich stand mit anderen Leuten im Gang. Vor mir ein Mann mit seiner kleinen Tochter, vielleicht vier Jahre alt. Eine Frau fragte den Mann, ob er sich setzen wollte. "Das geht schon.", sagte er. Die Frau gab aber nicht auf. Sie fragte die Tochter: "Oder willst Du Dich vielleicht setzen?" Sie stand auf und das Mädchen setzte sich. Es schaute die Frau nicht an und sagte auch nichts. Der Vater meinte: "Super."
Kein Danke des Mädchen oder des Vaters. Nicht einmal geschaut haben sie, wer da freundlich war. Ich machte mir so meine Gedanken, hielt mich fest, denn die Bahn fuhr. Plötzlich sah ich meine Mitfahrer. Sie starrten alle auf ihre Smartphones, einige tippten völlig hektisch, eine andere hielt das Handy in der einen, in der anderen den Kaffeebecher. Wieder andere hatten Kopfhörer im Ohr. Ich sah mich um, überall dasselbe Bild. Sogar das kleinen Mädchen machte es ihnen nach, obwohl es ein pinkfarbenes Spielzeugtelefon in der Hand hielt, tippte es mit starrem Blick darauf ein.
Und ich fragte mich, was ich hier mache. Wer sind diese Gestalten, die mit mir in der U-Bahn fahren. Menschen? Ich hatte das Gefühl, ich stehe in einer Bahn mit Zombies, denn es konnte nicht sein, dass einer dieser Menschen lebt.
Als die U-Bahn an der Konstablerwache anhielt und ich die Treppe hinunterlief, um umzusteigen, war es klar, dass diese Zombies die Treppe bevölkerten und als sie sahen, dass keine S-Bahn bereitsteht, plötzlich langsam wurden. Dass daneben gerade die U-Bahn eingefahren war und es Leute geben könnte, die dort einsteigen wollten, das interessierte sie nicht oder sie bekamen es einfach nicht mit.
Eine Zombiefrau in der nächsten U-Bahn hatte es sich auf ihrem Platz so gemütlich gemacht, dass sie ihre nackten Füße auf den Sitz gegenüber abgelegt hatte. Immerhin sah sie, dass die U-Bahn immer voller wurde und zog halbherzig ihre Füße zurück. Doch niemand wollte sich auf diesen Platz, ihr gegenüber setzen.
Zwei Stationen später stieg ich aus. Zwei Frauen kamen die Rolltreppe nach unten auf dem Bahnsteig. Sie lachten laut. Dann blieben sie stehen und diskutierten etwas. Sie sahen sich an und redeten miteinander.
Ganz unerwartet war mir Leben begegnet.
Die U-Bahn war voll, ich stand mit anderen Leuten im Gang. Vor mir ein Mann mit seiner kleinen Tochter, vielleicht vier Jahre alt. Eine Frau fragte den Mann, ob er sich setzen wollte. "Das geht schon.", sagte er. Die Frau gab aber nicht auf. Sie fragte die Tochter: "Oder willst Du Dich vielleicht setzen?" Sie stand auf und das Mädchen setzte sich. Es schaute die Frau nicht an und sagte auch nichts. Der Vater meinte: "Super."
Kein Danke des Mädchen oder des Vaters. Nicht einmal geschaut haben sie, wer da freundlich war. Ich machte mir so meine Gedanken, hielt mich fest, denn die Bahn fuhr. Plötzlich sah ich meine Mitfahrer. Sie starrten alle auf ihre Smartphones, einige tippten völlig hektisch, eine andere hielt das Handy in der einen, in der anderen den Kaffeebecher. Wieder andere hatten Kopfhörer im Ohr. Ich sah mich um, überall dasselbe Bild. Sogar das kleinen Mädchen machte es ihnen nach, obwohl es ein pinkfarbenes Spielzeugtelefon in der Hand hielt, tippte es mit starrem Blick darauf ein.
Und ich fragte mich, was ich hier mache. Wer sind diese Gestalten, die mit mir in der U-Bahn fahren. Menschen? Ich hatte das Gefühl, ich stehe in einer Bahn mit Zombies, denn es konnte nicht sein, dass einer dieser Menschen lebt.
Als die U-Bahn an der Konstablerwache anhielt und ich die Treppe hinunterlief, um umzusteigen, war es klar, dass diese Zombies die Treppe bevölkerten und als sie sahen, dass keine S-Bahn bereitsteht, plötzlich langsam wurden. Dass daneben gerade die U-Bahn eingefahren war und es Leute geben könnte, die dort einsteigen wollten, das interessierte sie nicht oder sie bekamen es einfach nicht mit.
Eine Zombiefrau in der nächsten U-Bahn hatte es sich auf ihrem Platz so gemütlich gemacht, dass sie ihre nackten Füße auf den Sitz gegenüber abgelegt hatte. Immerhin sah sie, dass die U-Bahn immer voller wurde und zog halbherzig ihre Füße zurück. Doch niemand wollte sich auf diesen Platz, ihr gegenüber setzen.
Zwei Stationen später stieg ich aus. Zwei Frauen kamen die Rolltreppe nach unten auf dem Bahnsteig. Sie lachten laut. Dann blieben sie stehen und diskutierten etwas. Sie sahen sich an und redeten miteinander.
Ganz unerwartet war mir Leben begegnet.