Frankfurt über dem Main
Die vereinigte Dienstleistungsdingsbums, oder wie heißen die? hat sich heute um meine Gesundheit gekümmert und mich gezwungen zur Arbeit zu laufen. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wie üblich unter dem Main durchzufahren, aber heute bin ich tatsächlich über den Main, siehe Beweisfoto. Jedenfalls habe ich mir mal wieder die Stadt an anderen, als den üblichen Stellen angesehen, wenn es auch bereits das zweite Mal in kürzerer Zeit war.
Tatsächlich schließen auf der Berger Straße Bäckereien, habe ich heute festgestellt. Wenn innerhalb von zwei U-Bahn-Stationen 10 Bäckereien zu finden sind, die in Nebenstraße nicht mal mitgezählt, dann finde ich das schon ein bisschen viel Backwerk, weil ja auch die Supermärkte zusätzlich Backwaren anbieten, ganz zu schweigen von Ständen am Wochenmarkt. Wobei am Samstag der Mann vor mir in der Bäckerei nicht einmal seine üblichen Laugenbrötchen bekam und bereits die zweite Bäckerei besuchte. Aber vielleicht war das ja nur ein kurzfristiger Laugenengpasss.
Ich konnte weiter feststellen, dass nach den Internetcafés, Handygeschäften, Ein-Mann/Frau-Friseursalons nun Nagelstudios und und Bubbletea-Läden eröffnen. Mal sehen, wie lange sich die halten. Immerhin hat die Berger auch ihren Exoten, den Tapioka-Laden, ob Tee oder Kaffee, hier gibt es alles nur wurzelig. Zichorie wäre für mich aber auch in Ordnung, muss nicht Tapioka sein. Irgendwie ist mir nicht so klar, ist das ein Getränk oder eher ein Essen? Aber das ist bei den anderen Bläschentees auch so, man weiß nur, dass es sehr kalorienreich ist.
Wer weiß, wenn es erst mit den "echten" Streiks losgeht, was ich dann noch alles entdecke. Eines noch, wenn ich laufen muss, komme ich auch jeden Tag an ihm vorbei. Ich grüße Arthur immer, wenn ich ihn sehe
Aber vom Konsum zum Philosophen, dann sollte ich mir auch ein paar pessimistische Gedanken über all die Bedürfnisse der Menschen machen, die befriedigt werden wollen, weil sonst Langeweile aufkommt. Wir können diesem Kreislauf erst entkommen, wenn wir "Nein" zum Willen sagen. Vielleicht sollte ich auch ohne Streik wieder mehr laufen.